Naturschutzwarte

Naturschutzwarte sind die Wächter der Natur. Sie setzen sich mit Leidenschaft und Fachwissen für den Schutz unserer wertvollen Ökosysteme und deren Artenvielfalt ein. Als Naturschützer sind sie ein Bindeglied zwischen Mensch und Umwelt. Ihre Aufgaben reichen von der Überwachung schützenswerter Gebiete über die Dokumentation seltener Tier- und Pflanzenarten bis hin zur Unterstützung bei der Umsetzung von Naturschutzprojekten.

Dabei arbeiten Naturschutzwarte eng mit Behörden, Landnutzern und der Öffentlichkeit zusammen, um ein Bewusstsein für die Bedeutung unserer natürlichen Lebensräume zu schaffen. Ob in Mooren, Wäldern, Wiesen oder Gewässern – überall leisten sie einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Bewahrung unserer Natur für kommende Generationen.


Ehrenamtlicher Naturschutzdienst


In Sachsen engagieren sich rund 1.200 Bürgerinnen und Bürger im ehrenamtlichen Naturschutzdienst. Das heißt, sie sind als Naturschutzbeauftragte und Naturschutzhelfer von den Landkreisen bzw. kreisfreien Städten bestellt. Sie unterstützen deren untere Naturschutzbehörden bei ihrer Aufgabenerfüllung. Ihr
Tätigkeitsfeld ist breit gefächert: Sie beobachten und überwachen im Auftrag der Naturschutzbehörde geschützte Teile von Natur und Landschaft. Sie versuchen, Schäden und Gefährdungen abzuwenden und – wo dies nicht möglich oder zulässig ist – informieren sie die zuständige Naturschutzbehörde. Sie führen Pflegemaßnahmen (zum Beispiel Wiesenmahd, Teichentschlammung) durch bzw. überwachen deren fachgerechte Erledigung. Außerdem erfassen und dokumentieren sie in ihrem Zuständigkeitsbereich gefährdete Tiere, Pflanzen und Lebensgemeinschaften. Einige von ihnen halten Vorträge und führen Exkursionen durch. Außerdem errichten sie an traditionellen Wanderwegen von Amphibien mobile Schutzanlagen und tragen die Tiere während ihrer Laichwanderungen über die Straße.